Costa Rica (spanisch: für Reiche Küste, früher auch Kostarika)
Weltweiter Marktführer in der internationalen Bildung

Land
Trotz seiner geringen Größe ist Costa Rica eines der außergewöhnlichsten Länder dieser Erde. Es gibt traumhafte weiße Sandstrände am Pazifik, Regenwälder, Wildwasserflüsse, Vulkane und unübertroffene Sonnenuntergänge an der Karibik. Costa Rica grenzt im Norden an Nicaragua und im Süden an Panama. Begrenzt wird das Land im Osten durch die Karibik und im Westen durch den Pazifik. Costa Rica hat eine Fläche von 30.000 Quadratkilometern. Die kürzeste Entfernung zwischen beiden Ozeanen beträgt 110 km. Drei Gebirgszüge charakterisieren das Land und teilen es in fünf verschiedene Regionen auf: Tropisches Tiefland an der Küste von Pazifik und Karibik, Ebenen im Norden, die Zentrale Hochebene und die breite, tiefgelegene nordwestliche Halbinsel. Auf einer Durchschnittshöhe von 1.300 m wird hier vor allem Kaffee angepflanzt. Der höchste Berg Costa Ricas ist der Chirripó mit 3.820 m - hier werden Zuckerrohr und andere Pflanzen angebaut.
Bevölkerung
In Costa Rica leben derzeit schätzungsweise ca. 3,7 Mio. Menschen. Unter den Costaricanern mit afrikanischer Abstammung sind viele Nachkommen eingewanderter Arbeiter von den westindischen Inseln und sie sprechen daher zumeist ein englisches Kreol. Costa Rica hat den geringsten Anteil indigener Bevölkerung unter den mittelamerikanischen Staaten – der Großteil der Bevölkerung besteht aus Nachkommen spanischer Einwanderer. Costa Rica ist eine äußerst multikulturelle Gesellschaft und wird auch oft als "Land in dem alle Kulturen vereinigt sind" bezeichnet. An der Karibikküste lebt eine Minderheit von Schwarzen und Mulatten, die aus Jamaika nach Costa Rica kamen. Von der indianischen Urbevölkerung leben nur noch etwa 35.000, die acht verschiedenen Völkern angehören. Das bis heute gültige Indígena-Gesetz garantiert den Ureinwohnern 22 Reservate, in denen das Land ausschließlich ihnen gehört. Daneben gibt es in Costa Rica noch eine Minderheit von Asiaten, viele Lateinamerikaner aus anderen Ländern und viele Europäer. Die rund 250.000 in Costa Rica lebenden Ausländer stellen etwa 7,6% der Bevölkerung dar.
Etwa 60 % der Costaricaner leben in Städten. Zwei Drittel der etwa vier Millionen Einwohner des Landes leben im klimatisch begünstigten Hochland, Siedlungsschwerpunkt ist das Valle Central, in dem die bedeutenden Städte San José, Heredia, Cartago und Alajuela liegen. Wichtige Küstenstädte sind Puerto Limón (Karibikküste) und Puntarenas (Pazifikküste). Liberia ist das wirtschaftliche Zentrum der Nordwestregion Guanacaste und verfügt neben San José als einzige weitere Stadt Costa Ricas über einen internationalen Flughafen. Die meisten der wenigen Indios leben heute noch zurückgezogen und in Restgruppen in der Cordillera de Talamanca, wo sie allerdings dennoch einem starken Druck der Assimilation ausgesetzt sind. Ticas und Ticos - so nennen sich die CostaricanerInnen gerne selber. Dieser Spitzname leitet sich von der Endung "tico" ab und ist sehr typisch für sie, da sie nicht wie im Spanischen von chiquito (klein) das Wort chiquitito als Verkleinerungsform benutzen. Die CostarikanerInnen sagen stattdessen viel lieber chiquitico („Kleinerchen“) und haben daher auch den liebevollen Spitznamen der Ticas und Ticos erhalten. Über 95% der "Ticos" sind Nachfahren der spanischen Eroberer mit indianischen und afrikanischen Erbanteilen. Die Ticos zeichnen sich durch ihre sympathische Wesensart, Zuvorkommenheit, Friedlichkeit und Freude am Leben aus. Zur Begrüßung und generellen Ausdruck von Freude und Zufriedenheit sagt man schlichtweg: ¡Pura Vida! - Das pure Leben! Etwas, was Costa Rica von anderen Ländern Mittelamerikas auf den ersten Blick unterscheidet, ist das Aussehen der Menschen. Männer, Frauen und Kinder legen großen Wert auf ihr Aussehen und geben häufig mehr für moderne Kleidung aus, als sie sich leisten können.
Politischer Überblick
Die Menschen in Costa Rica pflegen ihre Demokratie und die persönliche Freiheit. Seit 1948 ist das Militär abgeschafft. Sie sind stolz auf ihr friedliches Land. Costa Rica ist eine Präsidialrepublik. Der Präsident wird alle vier Jahre vom Volk direkt gewählt und kann nach einer Legislaturperiode zunächst nicht wiedergewählt werden. Seit 2006 hat Oscar Arias Sanchez dieses Amt inne, der bereits zwischen 1986 und 1990 Präsident Costa Ricas war.
Sprache
Die Amtssprache in Costa Rica ist Spanisch.
Klima
Das Klima ist tropisch. Es gibt nur die beiden Jahreszeiten Sommer und Winter. Der Sommer geht von Dezember bis April. Die Tage sind warm und sonnig, die Nächte klar. März und April sind dabei die wärmsten Monate in Costa Rica. Der Winter dauert von Mai bis November und ist oft sehr regnerisch. Allerdings differieren die Niederschläge erheblich. In San José fallen im Jahr 1867 mm, in Puerto Limón an der Karibikküste mit 3518 mm fast doppelt so viel. Die Jahresdurchschnitts-Temperaturen variieren zwischen 22 Grad Celsius und 27 Grad Celsius, je nach Region.
Sicherheit
Obwohl die Sicherheitslage in Costa Rica im Vergleich zu anderen zentralamerikanischen Staaten relativ gut ist, werden auch Touristen, insbesondere in den Touristenzentren, auf den Touristenrouten und in San José (dort z. B. in der Umgebung der Busbahnhöfe), in der Gegend von Limón vermehrt Opfer von Diebstählen und teilweise auch bewaffneten Überfällen. Wertsachen sollten daher nur im unbedingt erforderlichen Umfang mitgeführt und auf Schmuck ganz verzichtet werden, ebenfalls auf sichtbar getragene Gürteltaschen. Gepäck sollte man nie – auch nicht in abgeschlossenen Fahrzeugen - unbeaufsichtigt lassen und Fahrzeuge nur auf gut eingezäunten und bewachten Parkplätzen abstellen. Busreisende sollten berücksichtigen, dass von Transportunternehmen Schadensersatz für abhanden gekommenes/gestohlenes Reisegepäck in der Regel nicht zu erhalten ist; Gepäck daher nach Möglichkeit im Personenteil des Busses transportieren und nicht aus den Augen lassen. Die häufigste Art des Diebstahls ist die Entwendung der Tagesrucksäcke, die viele Touristen bei Busfahrten in der Gepäckablage verstauen. Pässe, Kreditkarten und alle anderen wichtigen Dokumente sollten daher unbedingt am Körper getragen werden und Taschen bei Busfahrten im Fußraum verstaut werden! Besondere Risiken bestehen bei Nachtfahrten und Unternehmungen in der Dunkelheit. Seit Anfang 2007 gibt es in Costa Rica eine Touristenpolizei, die v.a. in den großen Touristenzentren wie Jacó, Tamarindo oder San José Zentrum im Einsatz ist. Sie ist jederzeit über die kostenlose Rufnummer 911 (auch englischsprachig) erreichbar und steht in Not geratenen Touristen zur Verfügung. Auch das hiesige Tourismusinstitut (ICT) bietet Touristen bei Fragen oder Problemen über die kostenlose Rufnummer 800-8868-7476 oder 800-8887-4766 Unterstützung an.