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Land

Sanft geschwungene Hügel, waldreiche Ebenen, zerklüftete Felsen und idyllische Sandbuchten – in England ist man fast überall von landschaftlicher Schönheit umgeben. Diese trifft auf die pulsierende, individuelle und mitreißende Atmosphäre der Großstädte wie London, Manchester und Birmingham. Wie du siehst, hat England viel mehr zu bieten als Regenwetter und Fish'n'Chips. Du kannst dort also so einiges erleben – je nachdem wonach dir der Kopf steht. Tauche in die interessante englische Kultur ein und lass dich für immer von ihr prägen.

Facts & Figures

Englands Staatsoberhaupt ist Königin Elizabeth II., die Aufgaben der Regierung werden allerdings vom Parlament wahrgenommen und somit ist es eine konstitutionell-parlamentarische Monarchie. England ist Teil der Insel Großbritannien und zusammen mit Wales und Schottland umfasst es den wesentlichen Teil des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland. Oft wird England fälschlicherweise als Synonym für den Staat des Vereinigten Königreichs oder für die gesamte Insel Großbritannien gebraucht.

Klima

Landläufig denkt man beim englischen Klima zunächst an Dauerregen das ganze Jahr über, was in dieser Form aber nicht den Tatsachen entspricht. So schlecht wie sein Ruf, ist das Wetter also nicht. Das Klima in England gilt grundsätzlich als sehr gemäßigt. Aufgrund des warmen Golfstroms, der an England vorbeizieht, ist es hier im Vergleich zu anderen Regionen in diesen Breiten deutlich wärmer. Jedoch bringen die Wetterfronten aus dem Nordatlantik in aller Regel sehr feuchte Luftmassen nach England, die sich dann schwerpunktmäßig an der Westküste und im Norden des Landes abregnen.

Zeitzone

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -1 Stunde

Durch Großbritannien verläuft der nullte Meridian. Die offizielle Bezeichnung ist GMT Greenwich Mean Time. Dies bedeutet, dass die Briten eine Stunde hinter der Mitteleuropäischen Zeit sind. Die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt erfolgt am gleichen Wochenende wie hier in Deutschland; die Zeitverschiebung bleibt also gleich.

Währung

Die Briten haben sich gegen die Einführung des Euros entschieden und das offizielle Zahlungsmittel ist damit noch immer das britische Pfund (£). Er besteht aus 2£, 1£, 50p, 20p, 10p, 5p, 2p und 1p. Außerdem gibt es die Banknoten mit den Werten £50, £20, £10, und £5. Hierbei ergeben hundert Pence (p) ein Pfund Sterling.

Sprache

Englands offizielle Amtsprache ist natürlich Englisch. Sie ist aber nicht nur die Landessprache in Großbritannien, sondern auch in Amerika, Australien, Neuseeland, Südafrika usw. Außerdem ist sie internationale Geschäftssprache und nach Chinesisch, die am häufigsten verwendete Muttersprache und am weitesten verbreitete Zweit- bzw. Fremdsprache der Welt. Zwar gibt es kaum Dialekte in Großbritannien, dafür aber eine Reihe von regionalen Akzenten, die selbst für Briten aus anderen Regionen manchmal schwer verständlich sind.

Bevölkerung

Mit den vielen Einwanderern gilt England als multikulturelles Land par excellence und ist stolz auf seine Toleranz und Offenheit gegenüber Menschen aus anderen Kulturen. So sind zwar ca. 90% der Engländer europäischer Herkunft, aber die ethnischen Minderheiten machen ungefähr 6% aus. Dies ist auf die Einwanderung einer großen Zahl von Bewohnern der ehemaligen britischen Kolonien in der Karibik und auf dem indischen Subkontinent in den 50ern und 60ern zurückzuführen. So sind die am stärksten vertretenen ethnischen Minderheiten in Großbritannien die karibischer oder afrikanischer Abstammung. Die nächstgrößten ethnischen Gruppen sind die Inder, die Pakistaner und die Bengalen.

Religion

Jeder in Großbritannien hat das Recht auf freie Religionsausübung. Allerdings ist Großbritannien überwiegend christlich. Die Church of England, die "etablierte Kirche", ist seit der Reformation im 16. Jahrhundert offizielle Staatskirche. Ende des 19. Jahrhunderts hat die Römisch-Katholische Kirche, die nach der Reformation in Großbritannien unterdrückt worden war, wieder ihre Rechte zurückerlangt. So sind ca. 64% der Bevölkerung anglikanisch und ca. 10% katholisch.

Großbritannien hat eine der größten muslimischen Gemeinden in Westeuropa - die Zahl der Muslime wird auf 1 bis 1,5 Millionen geschätzt, und es gibt mehr als 600 Moscheen und Gebetshäuser. Eine der wichtigsten muslimischen Institutionen in der westlichen Welt ist die zentrale Moschee in London mit dem dazugehörigen Islamischen Kulturzentrum.

Freizeit & Sport

Sport spielt generell eine wichtige Rolle im Königreich. Die Engländer verstehen sich als Sportsleute und sind davon überzeugt, viele Sportarten wenn nicht erfunden, so doch in Europa eingeführt zu haben – vom Tennis bis zum Hockey, vom Polo bis zum Golf, vom Fußball bis zum Cricket. Die Sportbegeisterung kann aktiv, aber auch passiv ausgetragen werden, z. B. nur durchs Zuschauen. Neben vielen anderen Sportarten, sind die Nationalsportarten Rugby und Fußball – wie uns Deutschen wohl bekannt ist, da die Konkurrenz zwischen Deutschland und England und gegenseitiges Aufziehen diesbezüglich ständig öffentlich (aber meist scherzhaft) ausgetragen wird.

Essen & Mahlzeiten

Ja, es lässt sich nicht leugnen; England hat einen hoffnungslos schlechten Ruf, was das Essen angeht. Und leider ist da teilweise auch was Wahres dran. So ernährt sich der Durchschnittsinsulaner von frittierten Kartoffeln, Baked Beans, Cheddar, Toast und Heinz Tomatensuppe – meist ziemlich fettig und nicht gerade nahrhaft. Es kann halt nicht jeder in England kochen wie Jamie Oliver, aber in Deutschland kann’s ja auch nicht jeder. Das heißt aber auch nicht, dass es in England nie gesunde und schmackhafte Gerichte gibt, denn auch hier weist jeder unterschiedliche Kochkünste auf.

So kannst du auch immer auf Indisch, Italienisch, Pakistanisch, Chinesisch und vieles mehr zurückgreifen.

Die Esszeiten sind in England auch wie bei uns in drei Mahlzeiten eingeteilt, wobei das Frühstück eine sehr wichtige Rolle einnimmt. Zum traditionellen Frühstück gehören Speck, Eier, gegrillte Tomaten, Würstchen, Toast und Tee oder Kaffee. Es wird aber auch sehr oft "normal" gefrühstückt, d.h. mit Cornflakes, Müsli, Toast und Marmelade, Milch oder Saft. Das Mittagessen, das du höchstwahrscheinlich in der Schule einnehmen wirst, bezeichnet man als "Lunch" und ist eher eine kleine Zwischenmahlzeit. Das Abendessen, "Dinner", ist meistens die Hauptmahlzeit und es kann, wie schon oben beschrieben, sämtliche Variationen von warmen Gerichten geben. Die Tradition der "Tea-time" gegen 16 Uhr, zu der Tee, Kekse und Kuchen gehören, verliert leider immer mehr an Bedeutung, da viele Familien auf Grund ihres Jobs bzw. Schule keine Zeit mehr dafür haben.

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