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Die Weihnachtsferien: Weihnachten und Silvester

Nachdem mein Zeugnis des 1. Trimesters mit der Post ins Haus meiner Gastfamilie geflattert war, begannen die 2-wöchigen Ferien. Es waren die letzten Ferien meines fünfmonatigen Frankreichaufenthalts in Valence und in diesem Sinne genoss ich diese freie Zeit sehr, auch wenn es anfangs ein komisches Gefühl war, Weihnachten fern von meiner Familie und Silvester fern von meinen Freundinnen zu verbringen. Diese trüben Gedanken lösten sich jedoch schleunigst auf. Den ersten Teil der Ferien mit Weihnachten verbrachte ich mit meiner Gastfamilie und der zweite Teil mit Silvester stand ganz und gar im Zeichen meiner Freundinnen.

Direkt am Anfang der Ferien stand Weihnachten vor der Tür und es sollte sich zeigen, dass dieses Weihnachten anders werden würde, als ich es gewohnt war. Am 24. Dezember schliefen wir lange und bereiteten dann kleine Häppchen für den Abend vor. Die Bescherung würde am nächsten morgen sein, so viel wusste ich. Abends fuhren wir dann um 22 Uhr zu einem der sieben Brüder meines Gastvaters. Dort trafen immer mehr Mitglieder der Familie meines Gastvaters ein, sodass wir am Ende knapp über 30 Leute waren. Wir verbrachten den Abend und frühen Morgen mit Spielen. Überall saßen Gruppen zu fünft und die meisten davon spielten Tarot, ein Kartenspiel, das ich sehr schnell während meiner ersten Wochen in Frankreich lernte. So saßen wir, aßen die Häppchen und spielten bis 4 Uhr. Nachdem wir einige Stunden geschlafen hatten, folgte am nächsten Morgen die Bescherung. Jeder hatte abends seine Schuhe im Wohnzimmer hingestellt um die nun die Geschenke drapiert waren. Danach folgten dann noch verschiedenen Familienzusammenkünfte mit gutem Essen und vielen Gesprächen.

Abschließend kann ich sagen, dass ich dieses Weihnachtsfest nie vergessen werde. Danach schleppten sich die Tage dahin. Ich verbrachte meine Zeit alleine oder traf mich mit Freundinnen… Einen Tag fuhr meine Gastfamilie mit mir nach Lyon, um mir die Stadt zu zeigen.

Der nächste Tag, der mir in guter, ungewöhnlicher Erinnerung geblieben ist, ist Silvester. Ich begrüßte das neue Jahr mit mehreren Freundinnen und wir trafen uns auch bei einer meiner Freundinnen zu Hause. Dort aßen wir, tranken, spielten, schauten fern – kurz um wir vergnügten uns einfach. Nachdem wir angestoßen hatten, war ich erstaunt. Alles blieb ruhig und es wurde keine einzige Rakete abgeschossen. Es gab auch kein organisiertes Feuerweg, wie es hier in Wiesbaden üblich ist. Als wir dann gegen 1 Uhr auf die Straße gingen und einen kleinen Rundgang durch die Innenstadt machten, trafen wir keine Menschenseele. Es war schon ein komisches Gefühl für mich. Insgesamt waren diese Ferien geprägt von neuen Erfahrungen und Eindrücken und ich bin sehr froh, dass ich sie gemacht habe.

Diese Ferien bleiben mir, wir mein ganzer Aufenthalt, immer in guter Erinnerung und ich kann jedem nur empfehlen selbst solche Erfahrung zu machen. Diese Zeit fern von der gewohnten Umgebung war manchmal etwas schwierig, ich habe jedoch NIE bereut, die Entscheidung getroffen zu haben, fünf Monate meines Lebens in Frankreich zu verbringen.

Pia Egenolf
Guilheraud-Granges, Rhone-Alpes