FRANKREICH - LA RÉPUBLIQUE FRANÇAISE!

Weltweiter Marktführer in der internationalen Bildung

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La France:

Frankreich ist mit 543.965 km² das größte Land Westeuropas und da sind die überseeischen Gebiete noch gar nicht mitgezählt, d.h. wir sprechen von „la France métropolitaine“ bzw. dem „territoire métropolitain“!

Es grenzt an Spanien, Andorra, Italien, Deutschland, Belgien, Luxemburg sowie die Schweiz und ist mit den überseeischen Gebieten in insgesamt 100 Départements unterteilt. Diese sind übrigens immer auf dem KFZ-Kennzeichen zu erkennen.

Paris...

Hauptstadt und Zentrum ist Paris mit über 2 Millionen Einwohnern - zählt man den Großraum Paris mit, so kommt man sogar auf über stolze 11 Millionen Einwohner! Hier befinden sich auch alle wichtigen Verwaltungen und Einrichtungen sowie Hauptsitze von Verbänden etc. An Paris kommt in Frankreich keiner vorbei, wie man beispielsweise auch beim Zugnetz sieht...

...und die Provinz

Der Rest des Landes ist schlicht „la province“, wobei das einigen Provinz’lern gar nicht recht ist. Insbesondere die Randregionen Bretagne, Baskenland und die Insel Korsika sind als "Rebellen" bekannt, wobei es sich hier auch immer um eine Minderheit der jeweiligen Bevölkerung handelt.

Generell pflegt auch der Süden Frankreichs durchaus eine eigene, mediterran geprägte Kultur und Lebensart, die so manchem Pariser fremd vorkommt.

Wir wollen uns hier nicht weiter über die vielfältigen Landschaften und unterschiedlichen Regionen auslassen, denn einerseits reicht der Platz nicht und andererseits soll es schließlich jedem/r selbst überlassen sein, sich dorthin zu träumen, wo er/sie gerade hin will.

Klima

Das Land teilt sich in vier Klimazonen:

  • Feuchtes Küstenklima mit oft frischen Sommern westlich der Linie Bayonne-Lille;

  • Halbkontinentales Klima mit strengen Wintern und heißen Sommern im Elsass, in Lothringen, entlang des Rhônetals und im Gebirge (Alpen, Pyrenäen und Zentral-massiv);

  • Übergangsklima mit kalten Wintern und heißen Sommern im Norden, in der Pariser Region und im Zentrum des Landes;

  • Mediterranes Klima mit milden Wintern und sehr heißen Sommern im Süden Frankreichs.

Le Français

Was manche der Nachbarn Frankreichs belustigt oder verärgert, ist den Franzosen lieb und teuer: ihre Sprache und der korrekte Umgang mit derselben. Französisch ist die alleinige Staatssprache obwohl es durchaus noch andere Sprachen gibt, wie Okzitanisch, Baskisch, Katalanisch, Korsisch und Bretonisch sowie Créole.

Über diese eine Staatssprache wacht die Académie Française. So werden manche Anglizismen aus Internet/Computersprache oder dem Sport "einfranzösischt". Der Computer ist ein 'ordinateur', die Software heisst 'logiciel' und die E-Mail schlicht 'mèl'.

Im Alltagsgebrauch allerdings sprechen viele Franzosen 'argot', also Umgangssprache. Für Ausländer heißt das am Anfang einige Verwirrung und viele neue Vokabeln, die man garantiert nicht in der Schule gelernt hat. Nach vier bis acht Wochen kann man aber die meisten Ausdrücke verstehen und merkt den Unterschied zwischen 'argot', Standard-Französisch und Schriftsprache; den Unterschied macht man dann automatisch selbst, je nach Situation (Freunde, Schule...).

Et les Français

Um eines klar zu stellen: den Franzosen gibt es, außer im Bilderbuch, nicht. Du wirst sehr, sehr selten einem Mann mit Schnurrbart, Ringelshirt und Baskenmütze begegnen, der Gitanes raucht, unter’m Arm ein Baguette trägt und in einer Hand eine Flasche Rotwein hält. Und wenn doch, ist er zu 99%iger Wahrscheinlichkeit ein Tourist...

Und doch gibt es einige Eigenheiten, die bei (fast) allen zu finden sind:

  • Faire la bise

Ein Küsschen, zwei Küsschen, drei Küsschen oder vier Küsschen, die eigentlich gar nicht den anderen berühren, sondern sozusagen über dessen Schulter nach hinten in die Luft gemacht werden; nur die Wangen berühren sich. Zur Begrüßung und zum Abschied.

  • Ça parle et ça discute...

Wie oben schon erwähnt, haben Franzosen ein ausgesprochen inniges Verhältnis zu ihrer Sprache. Sie benutzen sie gerne. Ob bei einem netten Pläuschchen unter Freunden im Café, beim Familien-Dîner, mittags beim Déjeuner, samstags auf dem Markt...

Und genauso wie die Sprache klingt, wird sie auch (meist) gesprochen: dezent und unaufdringlich.

  • Vive la révolution!

Franzosen sind stolz auf ihre Nation und ihre Geschichte, auch wenn mittlerweile immer wieder auch kritische Stimmen zu bestimmten Kapiteln der französischen Geschichte (z. B. Kollaboration, Algerienkrieg) zu hören sind.

Besonders das Bild der Revolution, der Sturm des empörten Volkes gegen die Mächtigen, ist in das französische Selbstverständnis eingegangen wie kein anderes Bild. Gefällt dem Volk etwas nicht, zeigt es das auch; per Flugblatt, Demonstration oder Streik.

  • Savoir vivre oder Das Leben nicht so schwer nehmen

Denkt man an französische Lebensart, denkt man an Leichtigkeit, Unbeschwertheit und den Genuss der schönen Dinge im Leben. Der Alltag stellt sich natürlich etwas anders als die Fantasie dar, aber ein bisschen was ist schon dran... Gerade aus einer deutschen Perspektive erscheinen uns unsere Nachbarn jenseits des Rheins beneidenswert unbeschwert; ebenso wie eben diese Nachbarn uns für unsere gedankliche Tiefe bewundern: das Land der Dichter und Denker... Und das trotz aller Kriege seit Jahrhunderten - Gegenteile ziehen sich eben doch an.

Familienleben

Die Familie hat einen hohen Stellenwert und gerne wird sich gegenseitig besucht. Da unter der Woche tagsüber eigentlich kaum Zeit miteinander verbracht wird, denn viele Eltern arbeiten und die Kinder sind nachmittags in der Schule, wird das abends und am Wochenende ausgiebig nachgeholt.

Der größte Unterschied zu Deutschland ist sicherlich, dass die traditionelle Hausfrauen- und Mutterrolle weniger vertreten ist. Dafür ist die Aufteilung der Hausarbeit wiederum relativ traditionell: Männer kümmern sich um handwerkliche Tätigkeiten, Gartenarbeit und technische Gerätschaften, Frauen um den Haushalt, Sauberkeit und Mahlzeiten.

Mahlzeiten/Essen

In Frankreich nimmt man in der Regel drei Hauptmahlzeiten zu sich. Das Frühstück ist eher eine kleine Mahlzeit mit warmem Getränk (Kaffee, Tee oder heiße Schokolade) und Croissants und/oder Brot, Butter, Konfitüre. Gerne wird gedippt – deswegen sind die Getränke praktischerweise in Schalen und nicht in Tassen. Käse und Eier, ebenso wie Teller (!) sind nicht Bestandteil des Frühstücks.

Für das Mittagessen, zwischen 12.00 und 14.00 Uhr, gibt es eine richtige Mahlzeit, die sich in der Regel aus Vorspeise, Hauptspeise und Dessert zusammensetzt. Während der Woche essen die meisten Schüler in der Schule.

Das Abendessen wird ein bisschen später als in Deutschland, gegen 20.00 Uhr eingenommen und besteht auch aus mindestens einer Hauptmahlzeit und dem Dessert.

Ein kleiner Happen – le goûter - wird traditionell vor allem Kindern am späten Nachmittag gereicht, manchmal nehmen ihn auch Erwachsene mit Kaffee/Tee und Gebäck ein.

Die Mahlzeiten, insbesondere das Abendessen, gelten nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern auch und vor allem der Kommunikation. Man erzählt sich, diskutiert, lacht, genießt... und lässt sich und den anderen Zeit. Deswegen kann ein Abendessen, vor allem wenn Gäste geladen sind, auch mal drei Stunden dauern...

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