High School Stipendien

Aspect Internationale Sprachschule GmbH bietet in Kooperation mit dem Deutschen Fachverband High School ein Vollstipendium für einen High School-Aufenthalt in den USA an. Bewerben kann man sich nur über die Homepage des DFH www.dfh.org. Für das Schuljahr 2012-13 ist der Bewerbungsschluss im Oktober 2011 abgelaufen. Für das Schuljahr 2013-14 ist der Bewerbungsschluss der 15. Oktober 2012.

Der unabhägige Beirat des DFH sucht aus den eingegangenen Bewerbungen 50 Kanditaten pro DFH-Mitglieder (12 Organisationen) aus und leitet sie an die 12 Organisationen weiter. Aus diesen 50 Kandidaten schlägt jede Organisation dem unabhängigen Beirat des DFH drei Kandidaten vor. Der unabhängige Beirat wählt dann den Stipendiaten aus. Es werden insgesamt 12 Stipendien vergeben.

Die Bewerbung für das High School-Stipendium gilt nicht gleichzeitig als Bewerbung für unser reguläres High School-Programm. Du kannst dich selbstverständlich gleichzeitig bei uns für das reguläre Programm bewerben. Hierfür musst du einfach die unverbindliche Bewerbung abschicken oder online ausfüllen. Dies hat keinen Einfluss auf die Stipendiumsvergabe. Damit sicherst du dir nur sicherheitshalber einen Platz in unserem regulären High School-Programm, falls das Stipendium nicht klappen sollte.

Wenn du dich bei uns für das reguläre Programm bewirbst, aufgenommen wirst und dann das DFH-Stipendium bekommen solltest, kannst du bis Februar sogar kostenlos vom Programm zurücktreten.

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Jennifer Stock , Kaplan-Stipendiatin 2010/11

Die beste Entscheidung meines Lebens- Ein Jahr nach Amerika!!
Bericht nach den ersten dreieinhalb Monaten in Salt Lake City, Utah

Ich hab mir ein Auslandsjahr immer sehr aufregend vorgestellt, aber wirklich hier in Amerika zu sein und sein Traum leben zu können ist noch viel spannender und aufregender - so etwas kann man sich einfach gar nicht vorstellen!
Mein Traum ins Ausland zu gehen begann schon ziemlich früh, aber ich sah nie die Möglichkeit es wahr werden zu lassen.
Ganz durch Zufall hatte ich von 12 Stipendien vom DFH gehört und auch wenn es immer noch unglaublich für mich klingt, habe ich es nach langer Auswahl tatsächlich geschafft. Keiner hat es mir zugetraut und es erschien selbst für mich sehr weit weg, aber dann kam der Tag mit dem Anruf von Kaplan-Ich konnte nach Amerika fliegen!!
Mein Traum wurde wahr, weil ich nie aufgehört habe an ihn zu glauben.
Nach einigen Wochen wusste ich auch schon wo hin es gehen sollte-Salt Lake City, Utah. Eigentlich konnte ich es kaum abwarten endlich in das Flugzeug zu steigen: Ich hatte schon Kontakt mit meiner Gastfamilie aufgenommen, meine neue High School schien ein tolles Angebot an Aktivitäten zu haben, nach langer Zeit waren auch endlich alle Reise- und Aufenthaltsunterlagen fertig und auch wenn es wohl mit am schwierigsten war, hatte ich meinen Freunden und meiner Familie schon Tschüss gesagt. Alles klang viel zu schön um wahr zu sein und gab es nicht selbst auch in Märchen eine dunkle Seite?
Ich bin jetzt seit dreieinhalb Monaten in Amerika und ich habe bis heute noch keine einzige Sekunde meine Entscheidung ein Auslandsjahr zu machen bereut. Im Gegenteil, jeden Tag gibt es neue, spannende, kleine Abenteuer.
Wenn ich zurück blicke frage ich mich wirklich, wo die Zeit geblieben ist. Als ich noch in Deutschland war, habe ich mir probiert vorzustellen, wie mein Leben nach drei Monaten aussehen würde. Eins ist ganz klar-es hat sich schon so einiges verändert!
Mein großes Abenteuer begann am 21. August 2010 am Düsseldorfer Flughafen. Die Fahrt zum Flughafen mit meinen Eltern, war wohl der schlimmste Teil und auch wenn ich wirklich aufgeregt war, was als Nächstes kommen würde, wusste ich, dass es das Richtige war. Die Verabschiedung war für meine Eltern schwieriger als für mich und als die ersten Tränen flossen, wusste ich, dass es besser ist so schnell wie möglich alleine meinen Weg zu gehen - Und die große Reise begann!
Da es aus verschiedenen Gründen ein kleines Problem mit meinem Ankunftsdatum gab, musste ich alleine meinen Weg von Kontinent zu Kontinent bestreiten und die Selbstständigkeit begann früher als gedacht! Der Flug verlief sehr gut, nur der Umstieg in dem Südstaat Atlanta wurde gleich zu meiner ersten Hürde. Ich hab eigentlich kein einziges Wort von dem amerikanischen Akzent im Süden der USA verstanden und ich frage mich bis heute noch, wie ich es ins richtige Flugzeug geschafft hab, aber selbst in der Situation als ich komplett verloren in einem der größten Flughafen der USA stand und nicht wusste, was ich als nächstes tun sollte, hatte mich mein Optimismus nicht verlassen.
Nach 17-stündiger Reise und einer Zeitverschiebung von 8 Stunden bin ich endlich - immer noch glücklich und optimistisch - an mein Ziel gelangt.
Meine Gastfamilie hat mich sehr lieb empfangen und auch wenn man diesen Augenblick gar nicht beschreiben kann, wusste ich, dass ich wohl die beste Zeit in der USA haben würde. Die Landschaft mit den gigantischen Bergen und trockener Hitze in Salt Lake haben mich ebenfalls willkommen geheißen und als ich das erste Mal mein neues zu Hause sah, fühlte ich mich von der ersten Sekunde an wie zu Hause.
Eine Sache, die ich gleich am nächsten Tag gelernt habe: Das amerikanische Leben ist ganz schön stressig! Ich weiß nicht warum, aber ich hatte überhaupt keinen Jetlag und ich bin mit meiner Gastfamilie am nächsten Morgen zur Kirche gegangen. Ich war sofort in meinem neuen Leben!
Meine Gasteltern sind Mormonen, eine Religion, die besonders in Utah vertreten ist. Viele Freunde und Lehrer in Deutschland haben mir mit Vorurteilen und falschen Gerüchten, zum Beispiel, dass Männer mehrere Frauen zur gleichen Zeit haben können, ein bisschen verängstigt. Dies war die zweite Sache, die ich gleich am ersten Tag gelernt hab: Man sollte sich seine eigene Meinung über Dinge bilden, über die man nichts genaues weiß. Besonders als Austauschschüler sollte man offen auf alle neuen Sachen eingehen und Spaß daran haben.
Ich gehe gerne mit meiner Gastfamilie jeden Sonntag zur Kirche und es freut mich die ganzen jungen Leute dort zu treffen-es ist wirklich wie ein sozialer Treffpunkt und kaum vergleichbar mit Gottesdiensten, die ich in Deutschland kenne.
Am selben Tag hatten wir noch eine Party bei uns zu Hause mit all den Leuten aus der Kirche und ich war die ganze Zeit mittendrin im Geschehen und das war genau das Beste, was mir hätte passieren können. Es blieb keine Zeit für Heimweh, denn gleich am zweiten Tag begann meine neue High School.
Auf diesen Tag hatte ich ebenfalls ziemlich lange gewartet und auch wenn ich sehr nervös war, konnte ich es doch kaum abwarten, den berühmten School Spirit zu erleben. Ich könnte stundenlang von einer amerikanischen High School berichtet, aber alles in allem ist es wie in einem Film. Ich genieße die Schulzeit, denn es ist die Zeit, die man mit Freunden verbringen kann und echt viel Spaß mit all den Aktivitäten hat, die so eine amerikanische High School anbietet.
Am Anfang war es manchmal schon ein bisschen problematisch mit der Sprache, aber schon nach wenigen Tag beginnt man in Englisch zu denken und heute fällt es mir schon schwieriger in Deutsch zu reden als in Englisch! Schule ist absolut nicht schwer in den USA!
Meine High School bietet die verschiedensten Kurse an und weil ich eine große Freiheit mit der Wahl meiner Kurse hatte, wollte ich ich einmal ganz spezielle Kurse ausprobieren, wie Medical Terminology (ein Kurs über medizinische Begriffe) oder Drivers Education.
Ich habe ebenfalls sehr soziale Kurse gewählt, wie Theater, Chor und Tanzen und ganz besonders Theater, meine große Leidenschaft, brachte mir die Möglichkeit, fantastische Freunde zu finden. Unsere Schule veranstaltete ein großes Musical und die Proben dauerten teilweise den ganzen Tag nach Schulschluss bis spät abends. Ich zähle diese drei Monate mit zu meiner schönsten Zeit hier. Und ich bin so glücklich das mich meine Freunde gleich nach den ersten Tagen als Jenny gesehen haben und nicht mehr als "The German Girl".
Am Anfang ist man der Star der Schule und alle beneideten mich für meinen britischen Akzent, aber man wurde gleich vom ersten Tag an akzeptiert und ich fühlte mich sehr willkommen.
Ich hatte ein Abkommen mit mir selbst: Ich wollte offen für die ganzen neuen Erfahrungen sein und wollte alle typisch, amerikanischen Sachen ausprobieren. Meine neuen Freunde haben eine Liste erstellt mit all den amerikanischen Dingen, die ich unbedingt noch ausprobieren muss. Wir sind zusammen zu Footballspielen gegangen, wir haben amerikanische Cookies gebacken und "Movienight" und "Sleepover-party" durften natürlich auch nicht fehlen.
Highlights waren auch die berühmten Schulpartys, wie Homecoming oder Halloweenpartys.

Auch wenn ich doch sehr beschäftigt mit meinem neuen High School - Leben bin, haben meine Gastfamilie und ich schon tolle Sachen unternommen. Wir sind für sechs Tage nach New York geflogen, wir hatten schon kleine Wochenendausflüge nach St. George und ein Bootsausflug nach Lake Powell gemacht. Und selbst eine Shoppingtour in den ersten Tagen war eine weitere, neue Erfahrunge, denn in Amerika ist alles größer!! Wir haben nicht nur 500g Puderzucker gekauft -nein, wir haben gleich einen 5 Kg Sack gekauft! Es sind kleine Dinge, die verschieden sind und über die man vorher gar nicht wirklich nachgedacht hat.

Meine Gasteltern, Gastgeschwister und Gasthunde sind mittlerweile schon meine zweite, amerikanische Familie!

Nach meinem ersten traditionellen Thanksgiving letzte Woche, ist nun jeder schon in Christmasstimmung. Ich bin sehr gespannt auf ein traditionelles Weihnachtsfest in Amerika und ich freue mich, meine ganze Gastfamilie kennen zu lernen.
Natürlich vermiss ich meine Familie und meine Freunde in Deutschland, aber da ist ein großer Unterschied zwischen Vermissen und Heimweh. Ich hatte absolut noch keine Zeit für Heimweh und darum bin ich auch sehr froh.
Im Gegenteil: Ich bin mir sicher, dass ich eines Tages wieder zurück nach Utah kommen werde, um meine neue Familie und meine neuen Freunde wieder zu sehen und ich möchte gar nicht an den Tag denken, wenn ich wieder zurück nach Deutschland gehen soll. Ich fühle mich hier sehr wohl und ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich Kaplan und dem DFH bin, die mir diese Möglichkeit mit einen Stipendium gegeben haben. Außerdem möchte ich dem ganzen Kaplanteam danken, für die ganze Organisation von dem besten Jahr meines Lebens. Natürlich bin ich auch sehr froh über meine zwei Familien, die mir ebenfalls diese Erfahrung ermöglichen!

Ich kann immer noch nicht glauben, dass mein persönliches Märchen noch keine dunkle Seite hatte und ich bin schon gespannt auf die unendlichen ,guten oder schlechten ,Erfahrungen, die ich in diesem Auslandsjahr noch haben werde, und die mich verändern werden, aber eins steht fest, es war die beste Entscheidung meines Lebens!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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