Erfahrungsberichte aus New York: Adrian als Kaplan Ambassador Teil 2

Die Kaplan Sprachschule im Empire State Building

Der Unterricht in der Schule hat mir viel Spaß gemacht. Ich hatte mit Greg einen super Lehrer, mit dem wir vielfältige und aktuelle Themen bearbeiteten. Toll war der Kontakt mit den Mitschülern aus der ganzen Welt, von denen man viel über die unterschiedlichen Kulturkreise lernen konnte.

Jeden Tag war die Klasse anders, da neue Schüler dazukamen, andere krank oder auf Reisen waren oder aus anderen Gründen fehlten, allerdings waren wir nie mehr als zwölf Schüler.

In unserem erhöhten Niveau lag der Fokus klar auf dem Sprechen der Sprache und nicht auf dem langweiligen Grammatiklernen und vielem Schreiben, was mir gut gefallen hat. Durch das viele Sprechen im Unterricht wurde das Buch, das wir am Anfang bekommen hatten, nicht genutzt.

Natürlich gab es auch mal kleine Hausaufgaben, doch war der Unterricht sehr relaxed. Somit war es auch nicht schlimm, wenn man während des Unterrichts kurz bei Facebook reinschaute oder sich etwas zu Essen oder zu Trinken am Automaten holte. Die täglichen drei Stunden vergingen durch den guten Unterricht immer sehr schnell und es kam nie Langeweile auf.

Drei Stunden Schule am Tag waren für mich ideal, da man danach noch viel Zeit fürs Sightseeing und Einkaufen hatte. Das Beste an der Schule ist natürlich der fantastische Blick aus dem 63. Stockwerk über New York. Von fast allen Klassen hat man diesen atemberaubenden Blick über die Stadt.

Nach dem Unterricht kann man dann alleine die Stadt besuchen, sich mit den neuen Freunden verabreden oder eine der täglichen angebotenen Kaplan-Aktivitäten machen.

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New York Tipps von Adrian

Das beste Verkehrsmittel in New York für dreißig Dollar die Woche bzw. 100 Dollar im Monat ist die U-Bahn. Mit ihr kann man sich schnell und einfach in New York bewegen und eine Station ist immer in der Nähe. Zu empfehlen ist allerdings auch das Benutzen des Busses, für den die Wochen- und Monatskarten der U-Bahn auch gelten. Zwar ist der Bus langsamer als die Bahn, jedoch sieht man so mehr von den Wolkenkratzern.

Zu beachten ist beim Einkaufen, dass auf viele Preise an der Kasse noch die Steuern dazukommen, wodurch viele Produkte nicht mehr so günstig sind, wie sie eigentlich scheinen. Bei einigen Läden kommt die Steuer noch hinzu, in einigen nicht. Daher sollte man vor dem Kauf kurz fragen, ob die Steuern im Preis bereits inkludiert sind.

Das Mindestalter für den Alkoholkonsum in Amerika ist 21 !! Dadurch waren die happy hours in den Bars unhappy-hours für mich und daher kann ich auch keine besonderen Bars empfehlen.

Für New York sollte man sich vor der Reise einen guten Reiseführer und Stadtplan anschaffen, da man sich sonst zwischen den Hochhäusern schnell verläuft.

Was man dann in New York macht, bleibt jedem selber überlassen. Empfehlen kann ich alle Sehenswürdigkeiten, über die ich bereits im Tagebuch geschrieben habe.

Sollte jemand Heimweh nach Deutschland bekommen, empfiehlt es sich, einen der vielen deutschen Biergärten in New York zu besuchen. Allerdings kann man auch einfach zu Hause anrufen. Hierfür eignet sich am besten Skype, da man sich viel Geld damit sparen kann.

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Samstag, 16.Juni - Ausflug nach Washington D.C.

Ich hatte mich entschlossen, über das Wochenende den Ausflug nach Washington mit zu machen. Die Touren nach Washington, Boston und Philadelphia werden von der Sprachschule angeboten und von einem Reiseunternehmen durchgeführt. Knapp 50 Schüler, von denen die meisten von anderen New Yorker Schulen kamen, wollten auf diesen Trip mitfahren und so lernte man viele neue Leute kennen.

Die Wochenendausflüge gibt es ab 255 Dollar im Vierbettzimmer und 280 Euro im Doppelzimmer zu kaufen. Die Fahrt dauerte mit knapp fünf Stunden und einem kurzen Stopp in Delaware deutlich länger, als ich es vorher erwartet hatte.

Unseren ersten Stopp in Washington machten wir bei wunderbarem Wetter direkt am Weißen Haus, wo wir alle viele Fotos machen konnten. Anschließend besuchten wir kurz ein Kunstmuseum, das direkt nebenan war.

Weiter ging es dann zu den riesigen Lincoln- und Vietnamkrieg Memorial, von denen man einen tollen Blick auf das Washington Monument hat. Bei den verschiedenen Gedenkstätten bekamen wir viele interessante Informationen von unserer Reiseleiterin, durch die man erst die Geschichte der Gebäude verstehen konnte. Bevor wir zu unserem Hotel fuhren, sahen wir uns das J.F.Kennedy-Center an, in dem täglich kostenlos Konzerte stattfinden.

Unser Hyatt 4 Sterne Hotel war nahe dem wunderhübschen Georgetown außerhalb des Stadtzentrums gelegen, da es dort sicher sei und es auch ein besseres Nachtleben gäbe. Zusammen mit anderen Schülern machten wir abends schließlich Georgetown unsicher.

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Sonntag, 17.Juni - 2.Tag in Washington D.C.

Nach dem Wecken um 7 Uhr hatten wir dann 1,5 Stunden Zeit zum Frühstücken, bis wir das Hotel verlassen mussten und zum Nationalfriedhof in Arlington gefahren sind. Hier befinden sich neben den Grabstätten vieler Soldaten auch das Grab von J. F. Kennedy. Nachdem wir dieses Grab gesehen hatten, sahen wir eine Zeremonie, die halbstündlich vor den symbolischen Gräbern dreier unbekannter Soldaten stattfand. Das war wirklich sehr interessant.

Anschließend fuhren wir am Pentagon vorbei und wurden dann am Kapitol abgesetzt. Dort hatten wir knapp vier Stunden Zeit, eines oder zwei der kostenfreien Smithsonian Museen unserer Wahl zu besuchen. Ich entschied mich für das Air und Space Museum, dass die Geschichte der Luft- und Raumfahrt mit vielen Exponaten wie Flugzeugen und kleineren Raketen sehr interessant erklärt. Dort kann man auch für ein paar Dollar die Nahrung kaufen, die die Astronauten unter anderem im Weltraum zu sich nehmen.

Nach dem ich dieses Museum zu Genüge besichtigt hatte, ging ich dann noch ins Museum für Natural History, das ebenfalls sehr beeindruckend ist. In der Eingangshalle erwarten den Besucher ein riesiger ausgestopfter Elefant, und in den Ausstellungsräumen geht es dann mit der Geschichte der Menschen, Tiere und der Welt weiter. Ein weiteres, sehr lohnenswertes Museum!

Um 16:30 Uhr fuhr unser Bus zurück nach New York, wo wir um 22:30 Uhr abends ankamen. Die Fahrt nach Washington hat sich aus meiner Sicht sehr gelohnt, da ich eine weitere amerikanische Stadt und nebenbei auch viele neue Menschen kennenlernen konnte.

Nebenbei hat man auch viele Gedenkstädten und Orte der Politik gesehen, die man vorher nur aus dem Fernsehen kannte. Ich hatte das ganze Wochenende sehr viel Spaß und daher kann ich einen Trip in eine weitere amerikanische Stadt während des New York-Aufenthaltes nur empfehlen.

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Montag, 18. Juni

Morgens nach dem Aufstehen erfuhr ich von meiner Gastmutter, dass der andere Mitbewohner aufgrund von Familien- und Visaproblemen mehr als einen Monat früher als geplant abreisen musste. Dadurch sollte ich der einzige Bewohner des Appartements bis zum Ende meines Aufenthaltes sein.

In der Schule spielten wir dann diverse lustige Spiele und übten weitere englische Redewendungen ein. Nach dem Unterricht sah ich mir noch kurz das Gebäude der UNO an und nahm von dort einen Bus zur Wall Street. Dort waren viele Bereiche weiträumig abgesperrt, da die Citi-Bank anscheinend ein Fest zu ihrem 200 jährigen Bestehen feierte.

Da ich noch einen Vortrag für die Schule vorbereiten musste und ich immer noch von der späten Ankunft in New York vom Vortag müde war, ging ich bereits früh nach Hause.

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Dienstag, 19.Juni - Yankees Baseballspiel

Heute war großer Vortragstag in der Schule. Alle, bis auf die an diesem Tag neu dazugekommenen, mussten einen Vortrag zu einem selbstgewählten Thema halten. Gut informiert wurde ich darin von den anderen unter anderem über die Schweizer Garde, die Agrarwirtschaft Brasiliens oder das Festival de Cannes. Ich präsentierte meine Heimatstadt Kiel und konnte meine Mitschüler mit einem in besonderer Technik gefilmten Video über die Stadt beeindrucken, in dem die Stadt wie im Miniatur-Wunderland wirkt.

Mittags kaufte ich mir in verschiedenen Läden der 5th Avenue noch ein paar T- Shirts und fuhr wieder früh nach Hause, um mich noch ein wenig auszuruhen, da ich abends zu einem New York Yankees-Spiel gegen Atlanta gehen wollte.

Verkauft wurden die Tickets von der Schule, so dass ich nicht alleine da war und wir in einer größeren Gruppe mit einem Lehrer zum Spiel fahren konnten. Komischerweise war aber nur knapp die Hälfte der Mitschüler mit gekauften Tickets zum Spiel gekommen, obwohl sie fast 40 Dollar für die Tickets bezahlt hatten.

Das Stadion war mit um die 45000 Zuschauern fast ausverkauft, was ich erstaunlich finde, da die Yankees täglich!!!! spielen. Das Spiel war die erste Stunde für alle Schüler sehr interessant, da niemand von uns zuvor ein Baseballspiel gesehen hatte. Wir bestaunten das Spiel (obwohl wir anfangs nichts verstanden) und auch die verschiedenen Einblendungen auf der großen Anzeigetafel.

Nach einer Stunde wurde das Spiel für viele von uns langweilig, sodass viele bereits jetzt das Stadion wieder verließen. Ich war einer der letzten vier Schüler, die bis zum Schluss nach etwa 4 Stunden Spielzeit im Stadion geblieben sind. Allerdings ist mir dies sehr schwergefallen, da keine der Mannschaften in den zwei Stunden zuvor den Ball richtig getroffen hat und es so nur 7 Läufer während der Spielzeit geschafft haben, das kleine braune Feld zu umlaufen. Die Yankees haben das Spiel schließlich knapp verloren und ich weiß nun, wie dieser Sport abläuft und dass er wohl zu den langweiligsten überhaupt gehört.

Mit meinen Freunden aus der Schule hatte ich jedoch trotzdem viel Spaß, weshalb ich es nicht bedauere, dort hingegangen zu sein. Um kurz vor Mitternacht war ich dann wieder in Brooklyn.

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Mittwoch, 20.Juni - Tag der Überraschungen und ein Trip in die Bronx

Morgens wurde ich von einer mir vollkommen unbekannten Person in dem Apartment überrascht. Wie sich dann bei einem Gespräch herausstellte, handelte es sich bei ihr um eine Koreanerin, die ihre Familie gewechselt hatte, da sie von ihrem Gastvater mehrfach sexuell belästigt worden war. Sie sprach kaum Englisch und war wie die meisten Asiaten, die ich bereits im Empire State Building getroffen hatte, sehr verkrampft und schüchtern. Daher war es für mich auch nicht einfach, mit ihr ins Gespräch zu kommen.

Wie ich sie verstand, besuchte sie einen Anfängerkurs Englisch in der Eastvillage School und sie sei bereits seit zwei Wochen in New York und wolle noch 7 Monate bleiben. Voller Stolz berichtete sie mir noch, dass sie sich am vorherigen Tag das erste Mal getraut habe, einen New Yorker Bus zu benutzen.

Nach dem Frühstück zeigte ich ihr den kürzesten Weg zur U- Bahn und fuhren zusammen in die Stadt, wo sich unsere Wege trennten, da wir in zwei unterschiedliche Schulen mussten.

Dort wurde ich zum zweiten Mal an diesem Tag überrascht, da Greg nicht da war und wir Vertretungsunterricht von einem anderen Lehrer erhielten. Er hieß Alexander und berichtete, dass er vor kurzem von einem mehrmonatigem Aufenthalt auf Puerto Rico wieder nach New York zurückgekehrt sei. Bei einer Vorstellungsrunde erfuhr ich von einigen der anderen Mitschüler, dass sie bereits fast ein Jahr in New York seien und nach dem Unterricht in der Schule in einem Unternehmen ein Praktikum machten. Das klang sehr interessant, jedoch empfanden es die betroffenen Schüler als sehr anstrengend.

Nachdem uns der Lehrer erklärt hatte, warum es sich nicht lohne, in Amerika wählen zu gehen und wieso die erste Mondlandung nur eine Täuschung gewesen sei, diskutierten wir über den Nutzen des Militärs und ob man es abschaffen sollte. Dabei erfuhr ich unter anderem von einem Schweizer, dass man dort einen Monat pro Jahr einen Pflicht-Militärdienst leisten müsse. Anschließend übten wie noch die indirekte Rede und hatten viel Spaß bei einem Spiel, bei dem man eine Frage gestellt bekam und sich eine möglichst verrückte Antwort ausdenken musste.

Heute hatte ich mich entschlossen, in den Bronx Zoo zu fahren, da dort mittwochs immer Donation Day ist. Das heißt, dass ein Dollar als Eintritt genügt. Die Temperaturen waren mit annähernd 38 Grad C. sehr heiß und von einem New Yorker erfuhr ich auf der Fahrt zum Zoo, dass heute einer der heißesten Junitage überhaupt sei, die er jemals erlebt hatte. Durch die hohen Temperaturen litt ich ähnlich wie der Eisbär im Zoo, da es einfach zu warm war.

Das Gelände des Zoos ist sehr groß und bietet viele ansehnliche Tiere wie verschiedene Bären, Giraffen oder Lemuren, die mir am besten gefallen haben, da sie mit ihren langen Schwänzen einfach lustig aussehen und überall in ihrem Gehege herumgeklettert sind. Der Besuch hat mir viel Spaß gemacht, auch wenn ich bei einigen Tieren die Käfige zu klein empfunden habe.

Ähnlich interessant wie der Zoo war anschließend ein kleiner Rundgang durch Bronx, da ich wahrscheinlich noch nie so viele stark Übergewichtige in so kurzer Zeit wie dort gesehen habe. Auch haben es in diesem Stadtteil sehr viele Menschen geschafft, sich mit den hässlichsten Tattoos den Körper zu entstellen. Daher lohnt sich ein Besuch der Bronx nicht nur wegen der Tiere im Zoo!

Zu Hause traf ich wieder auf meine neue Mitbewohnerin, die nun auf einmal deutlich offener als noch morgens war. So unterhielten wir uns über unsere beiden Herkunftsländer und sie erzählte, dass man in Korea von morgens um 8 Uhr bis abends um 22 Uhr zu Schule gehe und anschließend noch Nachhilfe nehme, so dass man erst um 2 Uhr morgens schlafen gehen könnte und dies nicht selten gleich in der Schule. Durch den hohen Leistungsdruck gäbe es an den Schulen sehr viele Selbstmorde. Daher bin ich wirklich froh, dass ich momentan auf eine amerikanische und nicht auf eine koreanische Sprachschule gehe.

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Donnerstag, 21.Juni - Es ist immer viel los bei Kaplan!

Im Unterricht lasen wir mehrere Zeitungsartikel, unter anderem über einen nächtlichen Brand in einem New Yorker Hotel. Dabei fiel dann mehreren Schülern auf, dass es sich bei dem Hotel um die Residenz " The New Yorker " handelte, in der sie wohnten und dass sie nicht evakuiert worden waren, obwohl der Brand nur zwei Stockwerke über ihnen war. Daher waren diese Schüler sichtlich geschockt!

Während des Unterrichts kam später eine der Kaplan - Mitarbeiterinnen in den Unterricht geplatzt, die uns von ab der kommenden Woche anstehenden Stundenplanveränderungen berichtete. Da in den Sommermonaten sehr viele neue Schüler kamen, die sie nicht in zwei Schichten unterbringen konnten, müsse es noch eine weitere geben. Dadurch beginne der Kurs nicht mehr um kurz vor neun, sondern schon um 8.20 Uhr. Die späteste Unterrichtszeit sei für 15:20 bis 18:30 Uhr geplant. Diese Veränderungen sorgten in der Klasse für viel Gesprächsstoff, da es für einige ein zu früher Beginn war. Mich betraf der Wechsel nicht mehr, da ich bereits am kommenden Samstag abreiste.

Kurze Zeit später wurde der Unterricht wieder von einer anderen Mitarbeiterin gestört, die nun alle aus dem Klassenraum bat, die heute ihren vorletzten Schultag hatten. Zusammen mit mehreren anderen mussten wir eine etwa 10 Minuten dauernde Befragung am Computer ausfüllen, da wir sonst kein Zeugnis von der Schule bekommen und auch die Buchkaution von 40 Dollar einbehalten würde. Als ich nach der Befragung zurück in den Unterricht ging, war dieser bereits so gut wie beendet!

Im Vergleich zum Vortag war es eher noch ein wenig wärmer geworden und deshalb freute ich mich schon auf ein von Kaplan organisiertes Kanufahren, für das ich mich angemeldet hatte. Um 17 Uhr gingen wir als eine etwa 50 köpfige Gruppe von der Midtown Schule zum Hudson River, wo das Kanufahren stattfinden sollte.

Allerdings hatten sich die Organisatoren von Kaplan zuvor nicht ausreichend informiert und der Verleih war an diesem Tag geschlossen. Wir waren alle ziemlich enttäuscht und verärgert. Als Ersatz sollte eine Bar besucht werden, doch war ich als unter 21 jähriger dafür noch zu jung und hatte sowieso keine Lust darauf und fuhr daher wieder nach Hause.

Insgesamt habe ich mit dem U-Bahn Fahren und der Wanderung zum Kanu-Verleih über drei Stunden unnötig verloren, die ich deutlich besser hätte nutzen können.

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Freitag, 22.Juni - Letzter Schultag mit Kaplan

Heute war bereits mein letzter Tag in der Schule. Wie schnell die zwei Wochen vergangen sind! Da freitags immer Filmtag ist, sahen wir uns den Actionfilm " Knight and Day " mit Tom Cruise in der Hauptrolle an. Der Film war echt unterhaltsam und spannend, auch weil ich Tom Cruise in der Woche zuvor noch bei uns am Empire State Building gesehen hatte.

Neben mir verließen noch 4 weitere Schüler die Schule, weshalb wir uns einige Zeit für unsere Verabschiedung nahmen. Nachdem noch Gruppenfotos geschossen und Facebook-Namen ausgetauscht worden waren, bekamen wir unsere Zertifikate ausgehändigt und wir gaben unsere Bücher zurück.

Mit einigen Schülern verabredete ich mich, um mit ihnen anschließend zum deutschen Viertelfinalspiel gegen Griechenland zu gehen. Als Ort dafür suchten wir uns den deutschen Biergarten " The Standart " unterm Highline-Park aus. Hier kostet alles, ob ein 0.5 Liter Bier oder eine Wurst mit Sauerkraut, 8 Dollar. Schätzungsweise 75 % der Besucher des Fußballspieles waren Deutsche und so wurden die deutschen Tore auch immer lautstark gefeiert.

Zu essen wählte ich eine Currywurst, die zwar gut schmeckte, aber nicht so viel mit der klassischen Berliner Currywurst gemein hat. Wir hatten im Biergarten auch mit den anderen Deutschen so viel Spaß, dass wir nach dem Spiel noch einige Zeit blieben. Nebenbei konnten wir durch diesen Besuch unserer brasilianischen Mitschülerin ein Stück deutscher Lebensart näher bringen.

Abends standen für mich Kofferpacken und das Einchecken für meine beiden Flüge am nächsten Tag auf dem Programm.

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Samstag, 23.Juni - Good Bye New York - Good Bye Kaplan

Der Tag der Abreise war gekommen. Der Koffer wurde zu Ende gepackt und danach gefrühstückt. Um 11 Uhr wurde ich von meiner Gastmutter Lystra nett verabschiedet und verließ das Haus. Mit der U-Bahn fuhr ich zur Grand Central Station, wo ich den Bus zum Flughafen nahm. Das Einchecken verlief ohne Probleme, obwohl mein Koffer fast 10 Kilo zu schwer war. Da habe ich echt Glück gehabt!

Zwar musste ich noch drei Stunden bis zum Boarding für meinen SAS - Flug nach Kopenhagen warten, doch wurde in einem Pub neben meinem Gate das EM- Spiel Spanien gegen Frankreich übertragen, wodurch die Wartezeit nicht so schlimm war.

Der Flug verlief ohne Probleme und wir landeten pünktlich in Dänemark. Bis zu meinem nächsten Flug hatte ich knapp 3.5 Stunden Zeit, und ich fuhr deshalb mit der Metro ins Stadtzentrum, um hier ein wenig herumzulaufen und mich nicht am Flughafen langweilen zu müssen. Zwar war die Stadt zu dieser morgendlichen Zeit noch menschenleer, doch hatte ich trotzdem Spaß.

Rechtzeitig zum Abflug nach Hamburg war ich wieder zurück und landete um 12 Uhr in Hamburg, wo ich bereits von meinem Vater und meinem Bruder erwartet wurde.

Während meinen beiden Wochen in New York habe ich sehr viele neue Menschen kennengelernt, meine Sprachkenntnisse verbessern und viel erleben können – zwei perfekte Wochen!!!!!!

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