Feiertage in den USA und Kanada

Einige der Feiertage in den USA und Kanada sind bei uns zu Lande wenig bekannt. Aus diesem Grund haben wir einige Kaplan International Sprachschulen in den USA und Kanada gebeten, uns zu erklären welche weihnachtlichen Traditionen sie in ihrem Land feiern.

Verschiedene Feiertage in den USA

Thanksgiving (4. Donnerstag im November)

In den USA wird Thanksgiving jährlich am 4. Donnerstag im November gefeiert. Dieser Tag wird mit einem ausgiebigen Abendessen zelebriert, an dem die ganze Familie teilnimmt. Traditionell werden zu diesem Festessen Truthahn, Kartoffelbrei, Cranberry-Sauce, Bratensauce, Mais, Herbstgemüse und Kürbiskuchen serviert. Die genaue Entstehung dieser Tradition ist unbekannt, es gibt aber genügend Spekulationen. Eine Theorie besagt zum Beispiel, dass an diesem Tag die Pilger von Plymouth den Ureinwohnern Nordamerikas gedankt haben, da sie ohne deren Hilfe den kalten Winter nicht überlebt hätten. Das Thanksgiving-Festmahl hat damals 3 Tage gedauert und es gab genug Essen für 53 Pilger und 90 Ureinwohner. 

thanks giving

 

Hanukkah (25. Kislev – der Monat zwischen November und Dezember)

Hanukkah wird auch Lichterfest genannt und ist ein 8-tägiges Freudenfest, das zum Gedenken an die Wiedereinweihung des Heiligen Tempels in Jerusalem während des makkabäischen Aufstandes gefeiert wird. Man zündet  jede Nacht eine weitere Kerze des neunarmigen Leuchters, der sog. Menorah, an. Eine Extrakerze, auch Shamash genannt, wird angezündet um die anderen Kerzen zu entzünden.

Das für Hanukkah typische Essen besteht aus Kartoffel-Pfannkuchen, Donuts mit Marmeladenfüllung und aus in Teig ausgebackenem Obst und Gemüse. In den USA wurde Hanukkah vor allem durch ein Geschenk des israelischen Ministerpräsidenten bekannt. 1951 schenkte dieser dem weißen Haus die erste Menora. Seit 1979 gibt es öffentliche Feierlichkeiten, bei denen die Kerzen angezündet werden.

Außerdem gibt es in Nordamerika und Israel noch das sog. Grüne Hanukkah, bei dem das Hauptaugenmerk auf Energieerparnis und erneuerbaren Energien liegt.

Weihnachten (25. Dezember)
Viele der weihnachtlichen Traditionen der USA werden auch in England und dem Rest Europas gefeiert. Die Feierlichkeiten sind jedoch teils weniger kommerziell als in den USA.

Kommerziell gesehen ist Weihnachten in den USA eine wichtige Jahreszeit. In der Nachkriegszeit wollten die Eltern ihre Kinder mit leckerem Essen und großartigen Geschenken verwöhnen, also das ermöglichen, was ihnen während des Krieges gefehlt hat. Die Spielzeughersteller hatten alle Hände voll zu tun den hohen Bedarf an Spielzeugen wie Hula-Hoop-Reifen, Barbie-Puppen und Etch-a-Sketch, zu decken.

Ein weiterer unterschied zu Weihnachten in Deutschland ist der folgende: In Amerika bringt nicht das Christkind die Geschenke für die Kinder sondern der Weihnachtsmann, auch Santa Claus genannt. Santa Claus beobachtet das Verhalten eines jeden Kindes und je nachdem ob das Kind artig oder frech war, vermerkt er es auf seiner "naughty-or-nice" Liste.  Am Weihnachtsabend kommt Santa Claus dann durch den Schornstein geklettert und füllt die Socken der artigen Kinder mit Geschenken. Der Weihnachtstag beginnt traditionell mit Zimtrollen und Kuchen, zu Mittag wird Truthahn mit Beilagen gegessen und zum Abendessen gibt es Schinken. 

Wusstest du das?

Im Jahr 1955 hat der Spielwarenladen Sears in einer Anzeige die Telefonnummer von Santa Claus veröffentlicht, damit die Kinder den Weihnachtsmann persönlich anrufen können. Doch leider hatten sie die falsche Telefonnummer angegeben, und alle Anrufer landeten beim Colorado Spring’s Continental Air Defense Command (CONAD) Center! Als man dort am Weihnachtsabend mit Anrufen von Kindern überschüttet wurde, die nach Ihren Weihnachtsgeschenken fragten, kam man auf die Idee, den sog. „Santa Tracker“ Service ins Leben zu rufen. Hier konnten die Kinder genau verfolgen, wo auf der Welt sich Santa Claus gerade aufhielt. Diesen Service gibt es heute noch. Unter dem Namen North American Aerospace Defence Command (NORAD) gibt es den NORAD Tracks Santa Service.

christmas

 

Kwanzaa (26. Dezember bis 01. Januar)

Kwanzaa bedeutet wortwörtlich übersetzt so viel wie „Erste Früchte“ und wird in den USA jedes Jahr vom 26.12. bis zum 01.01. gefeiert. Das Fest ehrt die afrikanische Kultur. Somit steht jeder Tag für eines der folgenden Prinzipien: Umoja (Einheit), Kujichagulia (Selbstbestimmung), Ujima (Gruppenarbeit und Verantwortung), Ujamaa (kooperative Wirtschaftlichkeit), Nia (Sinn und Zweck), Kuumba (Kreativität) und Imani (Glaube).

Während der Festtage schmücken die Menschen ihre Wohnungen mit bunten Früchten und afrikanischen Tüchern, der sogenannten Kente. Auch werden traditionell Kerzen in einem speziell dafür vorgesehenen Leuchter, namens Kinara, angezündet. In den letzten Jahren wird Kwanzaa nicht mehr nur von den Amerikanern mit afrikanischer Herkunft gefeiert, sondern hat vielerorts seinen festen Platz neben den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen gefunden.

Verschiedene Feiertage in Kanada

Weihnachten (25. Dezember)

In den meisten Teilen Kanadas wird Weihnachten ähnlich wie in den USA gefeiert.

Die Außnahmen bilden Quebec und die weiteren französischsprachigen Gegenden Kanadas. In diesen Teilen des Landes feiert man am Weihnachts-und Silvesterabend "Réveillon".Réveillon bedeutet  soviel  wie wach sein/ wach bleiben. Meist bleibt man bis weit nach Mitternacht wach und schlemmt die köstlichen Gerichte wie Hummer und Gänseleberpastete. In Quebec ist die Tourtière, ein Fleischkuchen bestehend aus Schweine-,Kalbs-, oder Rinderhack, ein typisches Réveillon-Gericht.

 

Boxing Day (2. Weihnachtsfeiertag – 26. Dezember)

Der Boxing Day ist ein öffentlicher Feiertag, auch wenn er im „Canada Labour Code“ als optionaler Arbeitstag gelistet wird. Je nach Region wird der zweite Weihnachtsfeiertag zum ausgiebigen Shopping genutzt, da viele Geschäfte attraktive Weihnachtsrabatte anbieten. In einigen Teilen Northern Ontarios und in Atlantic Canada ist es den Geschäften allerdings verboten, am Boxing Day offen zu sein und so öffnen sie stattdessen am 27. Dezember.

Canada

Quebec Winter Festival (28. Januar bis 13. Februar)

Ursprünglich wurde das Quebec Winter Festival gefeiert, um vor Beginn der Fastenzeit  noch einmal ausgiebig essen, trinken und fröhlich sein zu können. Mittlerweile hat sich dieses Festival zum größten Winterfest der Welt entwickelt. Neben Schlittenfahrten kann man Eisskulpturen bauen und an den bunten Nachtparaden teilnehmen. Aber zieh dich warm an, denn dieses Festival ist in jeder Hinsicht eisig!

Wusstest du schon?

Beim Winterlude Festival ist die Schneeball-Lounge komplett aus Eis gebaut! Im „Snowflake Kingdom“ kann man mit Pferdekutschen fahren, ein Schneelabyrinth durchqueren und Schlitten fahren.

Möchtest du auch eine Sprachreise in die USA oder Kanada machen? Finde jetzt deine Traumdestination in unserer kostenlosen Broschüre und kontaktiere uns für dein persönliches Angebot!

banner

 

Compártelo