2 Wochen bei Kaplan San Diego - Nächstes mal bleib ich länger! (Teil 1)

Vor einigen Monaten veranstaltete Kaplan den sprachlos Wettbewerb, bei dem Robert als glücklicher Gewinner hervorging. Sein Gewinn: eine zweiwöchige Sprachreise nach San Diego. Letzte Woche kam er vom großen Abenter zurück und berichtet in seinen drei Reiseberichten, wie es war.

2 Wochen bei Kaplan San Diego

Vor meiner Reise hatte ich mir ja vorgenommen in jedem Fall in La Jolla tauchen zu gehen und einen Tagesausflug durch die Tortilla Wall nach Mexiko zu wagen. Einen Abstecher nach Las Vegas dagegen hatte ich auf Grund der langen Transferzeiten schon so gut wie ausgeschlossen.

Tja, was soll ich sagen, es ist natürlich alles ganz anders gekommen :)  Aber alles schön der Reihe nach!

Flug nach San Diego

Ich erfreue mich am liebsten an kleineren Dingen, die den Tag oder auch nur kurze Momente unverhofft verschönern. Die exakt einstündige Verspätung vor dem Abflug vom Frankfurter Flughafen aus gehört nicht unbedingt dazu, war für mich persönlich allerdings auch nicht wirklich dramatisch. Mein erster Tipp für Flugreisen im Allgemeinen gleich zu Anfang wäre dennoch den besonders verkehrsintensiven Frankfurter Flughafen zu meiden, insofern ihr beim Reisen zwischen mehreren Flughäfen entscheiden könnt. Denn auch beim Rückflug mussten wir wieder rund 1 Stunde (!) im Flugzeug warten, bis endlich ein Gate an Terminal 2 für uns frei wurde. Aus 30 Minuten Verfrühung wurden dann also doch noch 30 Minuten Verspätung und ähnliches habe ich in Frankfurt schon öfters erlebt. Das einfach schonmal als grundsätzliche Empfehlung vorweg. Ob die von mir gemachten Erfahrungen am Ende wirklich allgemeingültig sind, kann ich aber natürlich nicht garantieren.

Nun aber zurück in Richtung San Diego, an Bord von American Airlines, ca. 12 Uhr am Mittag. Das erste Highlight meiner Reise ist die Verpflegung. Ich bin zu 100% davon ausgegangen, dass es kein rein vegetarisches Gericht zu Mittag gibt, schließlich ist Amerika als Fleischesser-Nation Nummer 1 bekannt. Umso erstaunter war ich also darüber, mich für eine leckere Portion Pasta mit Tomatensoße und Brokkoli entscheiden zu können. Und beim Abendessen gab es außerdem ein schmackhaftes vegetarisches Quiche (eher Minipizza) zur Auswahl. Damit hatten meine sorgfältig geschmierten Notfall-Butterbrote bis zum Zwischenstopp in Dallas sogar tatsächlich noch die Möglichkeit ein wenig USA-Luft zu schnuppern ;)

Positiv war auch die überdurchschnittlich große Getränkeauswahl an Bord! Ich liebe ausländische Lebensmittel über alles und wenn man bereits auf dem Flug in die USA die ersten amerikanischen Sodas ausprobieren kann, dann ist das wirklich eine ganz besondere Sache für mich. Neben dem klassischen Ginger Ale von Canada Dry wäre als besonders exotisches Highlight die Pink Lemonade von Minute Maid zu nennen – eine süße Pink Grapefruit Limonade ohne Kohlensäure. Lecker! Und eine nette, erste Einstimmung auf den sehnsüchtig erwarteten Besuch eines amerikanischen Supermarktes!

Lästige Einreise in die USA 

Die Einreise in die USA kann mitunter echt nervig und zeit-intensiv sein, darüber sollte man sich im Klaren sein. Im Prinzip geht das ja schon mit dem elektronischem Reisegenehmigungssystem für die Einreise (ESTA) los, die spätestens 72-48 Stunden vor Abflug zu erfolgen hat.

Am Abreisetag selbst ging es dann außerdem noch vor der Gepäckabgabe am Frankfurter Flughafen mit weiteren Sicherheitsmaßnahmen weiter, denn jeder Ausreisende wurde erst einmal zu einem kurzen Interview gebeten, bevor er sich seine Boarding-Tickets hat abholen dürfen. Ob ich meinen Koffer selbst gepackt hätte wurde ich gefragt. Und was alles im Koffer sei. Insgesamt hat dieses für mich absolut unerwartet durchgeführte Interview ca. 3 Minuten gedauert. Wahlweise im Übrigen auf deutsch oder englisch.

Auf meiner Reise nach San Diego musste ich einen Zwischenstopp in Dallas einlegen. Leider war es mir bei der Einreise in die USA nicht möglich meinen Koffer von Frankfurt aus direkt an den Zielflughafen (in meinem Fall San Diego) aufgeben zu können, ich durfte ihn also in Dallas vom Band holen, um ihn dann direkt nach dem Erhalt meiner Einreisegenehmigung und der Abgabe der unterschriebenen Zollvereinbarung einem bereits wartenden Flughafen-Mitarbeiter wieder in die Arme zu werfen ;) Bei der Ausreise kann man sich diesen lästigen Schritt glücklicherweise sparen und muss daher auch keinen zweiten Check-In mehr durchführen.

Auf Grund der einstündigen Abflug-Verspätung in Frankfurt und der unnötig in die Länge gezogenen Abfertigung bei der Einreise musste ich auf meinem Anschlussflug von Dallas nach San Diego dann nur noch eine rund einstündige Wartezeit überbrücken. In jedem Fall empfiehlt sich bei USA-Einreisen mit Anschlussflügen also immer mindestens 2 Stunden Pufferzeit einzuplanen.

Auf dem Weg zu meinem Anschluss-Gate in Dallas bin ich beim Wechseln der Terminals übrigens das erste Mal mit einer führerlosen Einschienenbahn gefahren. Also nochmal eine schöne, unerwartete Erfahrung an diesem Tag. Der Anschlussflug nach San Diego selbst verlief dann ohne weitere Besonderheiten, am Abend um ca. 19 Uhr Ortszeit stand ich also endlich mit meinem Koffer draußen auf der Straße hinter der Ankunftshalle. Die ersten Palmen, auffällig viele große Autos (Pick-Ups, SUVs). Genau so, wie ich mir Amerika immer vorgestellt hatte! :)

Die Fahrt in die Stadt

Mit der Buslinie 992 sollte es dann noch ganz bequem vom Flughafen in die Downtown gehen, aber nein, ganz so einfach wie gedacht war es leider nicht. Doch warum nur? Tja, ich war auch überrascht, was zunächst ein bisschen schiefgegangen ist... Man muss wissen, dass die Busfahrt vom Flughafen bis zur Downtown 2.25$ kostet - unschlagbar günstig! Ich wollte dem Bus-Fahrer also 10$ geben und um eine einfache Fahrt bitten, doch dieser schaute meinen Geldschein nur fragend an und sagte: „Kann ich nicht wechseln. Dann müssen Sie ein Tagesticket für 5$ kaufen“. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass ich erstmal so im Bus mitfahre und beim Aussteigen bezahle. Vielleicht wäre bis dahin ja Wechselgeld vorhanden, aber falls nicht müsste ich ein teureres Tagesticket kaufen.

Eine freundliche Amerikanerin hatte unsere Diskussion mitbekommen und mir meinen 10$-Schein dann im Bus gewechselt. Ich konnte am Ende also ganz normal bezahlen, ohne mir irgendwie hereingelegt vorgekommen zu sein und ohne ein teureres Ticket kaufen zu müssen. Mein Tipp: Wenn ihr nach San Diego fliegt und anschließend mit dem Bus in die Downtown fahren wollt, dann bittet eure Bank am besten darum euch zumindest 10$ in 1$-Scheinen auszuhändigen. Wenn man öfters mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren möchte, empfiehlt es sich außerdem, sich frühzeitig die sogenannte Compass Card zuzulegen. Damit kann man dann nicht nur bargeldlos bezahlen, sondern spart sich auch noch 2$ Bearbeitungsgebühr auf jede Tageskarte.

Nachdem die Anreise schon so ein Abenteuer war, geht es in Teil 2 dann mit meiner Ankunft im Vantage Pointe Apartment weiter. Am liebsten würde ich für immer dort einziehen! Weiteres Thema wird außerdem mein erster Besuch in der Kaplan-Sprachschule sein.

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